Kaninchenzucht,
Hasenzucht
In Deutschland existiert eine beachtliche Anzahl an Kaninchenrassen, die von ihrer jeweiligen Anhängerschaft mit Enthusiasmus gezüchtet werden. Ein Rassekaninchen kauft man am besten beim Züchter, wo die Reinrassigkeit per Ohrtätowierung verbürgt ist. Kaninchen, die in Zoofachgeschäften angeboten werden, sind meistens keine Rassekaninchen, auch wenn die Phantasienamen, unter denen sie verkauft werden, das Gegenteil suggerieren.
Wer sich der Zucht einer oder mehrerer Rassen widmen möchte, wendet sich am besten an den Zentralverband Deutscher Rasse-Kaninchenzüchter. Der Verband unterstützt Mitglieder mit einer Fülle von Literaturtipps zum Thema und steht auch ansonsten Neuzüchtern mit Rat und Tat zur Seite.
Für jede Kaninchenrasse existiert eine Fülle von Bestimmungen hinsichtlich des maximalen Körpergewichts, Fellfarbe, Ausformung der Gliedmaßen und so fort. Diese sind auf jeden Fall zu beachten, wenn das Zuchtziel Ausstellung und Verkauf heißt. Auf Ausstellungen wird lediglich der Phänotyp der einzelnen Exemplare prämiert, also das äußere Erscheinungsbild. Um die langfristige Gesundheit und Fruchtbarkeit seiner Tiere, und das sie wünschenswerte Eigenschaften vererben und unerwünschte in folgenden Generationen unterdrücken, muss sich der Züchter ohne zuchtrichterliches Urteil kümmern. Dazu wird er sich unter anderem in die Vererbungslehre und die unterschiedlichen Zuchttheorien einarbeiten müssen.
Von entscheidender Wichtigkeit für den Erfolg der Kaninchenzucht ist weiterhin eine artgerechte Haltung und Vermeidung von Überbevölkerung. Nur in reduzierten Beständen können optimale hygienische Bedingungen geschaffen und Krankheiten rasch eingedämmt werden, zum Wohl des restlichen Bestandes.